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Bürgergeld Erhöhung 2024 – die neuen Zahlen im Überblick

Der Bürgergeld Regelsatz steigt von aktuell 502 Euro auf 563 Euro in 2024.

Mit dem Jahreswechsel 2022/2023 vollzog sich in Deutschland ein signifikanter sozialpolitischer Wandel: Hartz IV, das langjährige Grundsicherungssystem, wurde durch das Bürgergeld ersetzt. Diese Reform zielte darauf ab, die Unterstützung für Bedürftige nicht nur finanziell zu erhöhen, sondern auch die Bedingungen und den Umgang mit den Leistungsempfängern zu verbessern.

Vergleich der Regelsätze: Hartz IV und Bürgergeld Tabelle

Die Entwicklung der Regelsätze von Hartz IV zu Bürgergeld zeigt eine deutliche Tendenz zur Erhöhung, um den Bedürftigen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Hier ein Vergleich der Zahlen des Eck-Regelsatzes für Alleinstehende vor und nach der Reform:

JahrHartz IV RegelsatzBürgergeld RegelsatzAnmerkung
2022449 EuroVor Einführung des Bürgergeldes
2023502 EuroEinführung des Bürgergeldes
2024563 EuroGeplante Erhöhung

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Erhöhung des Bürgergeldes für das Jahr 2024 eine signifikante Verbesserung gegenüber den letzten Hartz IV-Sätzen darstellt.

Anpassung an die Inflation: Bürgergeld 2024

Im Zuge der Anpassung an die Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten wird das Bürgergeld ab dem 1. Januar 2024 erneut erhöht. Für Alleinstehende steigt der Regelsatz von 502 Euro im Jahr 2023 auf 563 Euro im Jahr 2024. Diese Erhöhung um 61 Euro entspricht einer Anpassung von 12,2 Prozent und soll den Bürgergeldempfängern helfen, mit den gestiegenen Preisen Schritt zu halten.

Bürgergeld für Kinder und Jugendliche

Die Erhöhung des Bürgergeldes betrifft auch Kinder und Jugendliche, die in den Genuss einer angepassten Unterstützung kommen. Die folgende Tabelle zeigt die Veränderungen in den Regelsätzen für das Jahr 2024 im Vergleich zu 2023:

Alter des KindesRegelsatz 2023Regelsatz 2024Erhöhung
0 – 6 Jahre318 Euro357 Euro+39 Euro
7 – 14 Jahre348 Euro390 Euro+42 Euro
15 – 18 Jahre420 Euro471 Euro+51 Euro

Diese Anpassungen sollen sicherstellen, dass auch die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft in der Lage sind, ihre Grundbedürfnisse zu decken und am sozialen Leben teilzunehmen.

Die Entwicklung des Regelsatzes

Die Erhöhung des Bürgergeldes im Jahr 2024 ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Grundsicherung, die mit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 begann. Seitdem hat sich der Regelsatz schrittweise erhöht, allerdings oft nicht im Gleichschritt mit der Inflation, was zu realen Kaufkraftverlusten für die Leistungsempfänger führte.

Kritik am neuen Bürgergeld-Regelsatz

Trotz der Erhöhung gibt es Kritik. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband fordert beispielsweise einen „armutsfesten“ Regelsatz von 725 Euro pro Monat, um die Bezieher wirksam vor Armut zu schützen. Zusätzlich wird gefordert, dass die Stromkosten vollständig vom Jobcenter übernommen werden sollten, vor allem aufgrund der stark gestiegenen Strompreise.

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